Welche Methoden bestehen im Bezug auf empfängnisverhütende Maßnahmen

Pille

Die Pille gilt als sicher und wird von vielen Frauen als Verhütungsmittel verwendet. Sie enthält Hormone, welche den weiblichen Geschlechtshormonen sehr gleichen. Mit der Einnahme der Pille wird verhindert, dass die Eizelle reifen kann und ein Eisprung stattfindet. Es gibt derzeit etwa 50 verschiedene Pillensorten auf dem Markt, die sich im Wirkstoff gleichen, so dass der Unterschied bei der Dosierung der Hormone in der Pille liegt. Die Verträglichkeit der Pille liegt sehr hoch, so dass sie von nahezu allen Frauen verwendet werden kann.

Verhütungsring – einfach und unkompliziert

Der Verhütungsring ist ein weicher und biegsamer Ring, der monatlich in die Scheide eingeführt wird. Er enthält zwei weibliche Sexualhormone, die er ab dem Zeitpunkt des Einsetzens gleichmäßig für einen Zeitraum von 21 Tagen abgibt. Aufgrund seiner Beschaffenheit passt sich der Verhütungsring dem Körper optimal an. Die Hormone gelangen direkt in die Vaginalschleimhaut, so dass der Eisprung verhindert wird. Der Verhütungsring gilt genauso sicher wie die Pille. Der Vorteil liegt an der geringeren Dosierung von Östrogenen, so dass der Verhütungsring noch verträglicher ist.

3-Monats-Spritze

Die 3-Monats-Spritze ist eine estrogenfreie Langzeitverhütung. Sie wird am ersten Zyklustag injiziert und verfügt über eine Langzeitwirkung von drei Monaten. Die 3-Monats-Spritze eignet sich für Frauen, bei denen keine Kombinationspräparate verabreicht werden können, wie bei erhöhtem Thromboserisiko. Sobald die 3-Monats-Spritze ihre Wirkung verliert, stellt sich die normale Fruchtbarkeit wieder ein. Als Wirkstoff enthält die 3-Monats-Spritze 150 mg Depot-Medroxyprogestronacetat (DMPA).

Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster ist eine einfache Art der Empfängnisverhütung. Es enthält sowohl Östrogen als auch Gestagen. Das Pflaster hat eine Größe von 45 x 45 mm und gibt kontinuierlich Hormone ab, die den Eisprung verhindern. Pro Zyklus werden drei Pflaster verwendet, die jeweils nach einer Woche gewechselt werden. Danach folgt eine Pause von einer Woche, in der die Monatsblutung eintritt. Das Verhütungspflaster kann auf dem gesamten Oberkörper (ausschließlich Brust) oder Gesäß geklebt werden. Beim Wechsel des Verhütungspflasters sollte nicht die gleiche Klebestelle gewählt werden. Der Vorteil von einem Verhütungspflaster liegt darin, dass man nur einmal in der Woche an Verhütung denken muss – ausschließlich dann, wenn der Wechsel des Pflasters nötig ist.

Kondome

Das Kondom zählt zu den Barrieremethoden, wodurch der Samen aufgefangen und das Eindringen in die Scheide verhindert wird. Ein Kondom wird aus Latex hergestellt, ist hauchdünn und kann nur einmal verwendet werden. Es gibt Kondome, die aus Kunststoff hergestellt werden, was für Männer und Frauen mit Latexallergie vorteilhaft ist. Kondome sind leicht anzuwenden, können selbst im Supermarkt erworben werden und bietet zusätzlichen Schutz vor Geschlechtskrankheiten wie HIV.

Diaphragma

Ein Diaphragma ist eine Gummimembran, die über eine Spirale gespannt ist. Um einen ausreichenden Schutz zu erreichen, muss das Diaphragma an jede Frau individuell angepasst werden. Es gibt das Diaphragma in einer Größe zwischen 6 und 8 cm. Vor dem Verwenden des Diaphragmas ist eine optimale Anpassung durch den Frauenarzt nötig. Das Diaphragma wird maximal zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr mit einer samenabtötenden Creme in die Scheide eingeführt. Durch die Form des Diaphragmas wird die Scheide in zwei Bereiche geteilt, so dass das Glied des Mannes mit dem Muttermund nicht in Berührung kommen kann. Ist das Diaphragma optimal angepasst, spüren es weder Mann noch Frau. Nach dem Geschlechtsverkehr bleibt das Diaphragma etwa acht bis maximal 24 Stunden in der Scheide.

Spirale

Die Spirale ist für viele eine Alternative zur Pille. Früher wurde besonders jungen Frauen von der Spirale abgeraten, was heute dementiert und sogar befürwortet wird. Das Aussehen der Spirale gleicht einem T-Stück, welches aus Kunststoff besteht. Die Spirale kann 5 Jahre eingesetzt bleiben und bietet einen optimalen Verhütungsschutz. Es gibt zwei Arten einer Spirale. Zum einen gibt es die Kupferspirale, wobei der Kunststoff mit einem dünnen Kupferdraht umwickelt ist. Die Spirale gibt stetig eine geringe Menge an Kupfer ab, was die Spermien befruchtungsunfähig macht. Eine weitere Form ist die Hormonspirale, die über einen Zeitraum von 5 Jahren stetig geringe Mengen Hormone abgibt und die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert. Die Hormon- sowie Kupferspirale ist eine Verhütung, die als Alternative auch von Frauen, die noch keine Kinder gebarten verwendet werden kann. Wird die Spirale entfernt, ist die vollkommene Fruchtbarkeit der Frau wiederhergestellt.

Welche Spiralen gibt es?

Mirena:

Mirena ist eine Hormonspirale, welches das Hormon Levonorgestrel abgibt. Um die Gebärmutter wird ein Schleimpfropf gebildet, so dass Spermien am Eindringen in die Gebärmutter gehindert werden. Wird Mirana eingesetzt, bleibt der natürliche Hormonhaushalt erhalten, so dass ein normaler Zyklus stattfinden kann. Mirena kann bis zu 5 Jahre eingesetzt bleiben und bietet einen optimalen Verhütungsschutz. Der Schutz beginnt bereits 7 Tage nach dem Einsetzen.

Jaydess:

Jaydess ist eine Hormonspirale, die das gleiche Hormon wie Mirena beinhaltet. Der Unterschied von Jaydess zu Mirena liegt darin, dass Jaydess nur für einen Zeitraum von 3 Jahren eingesetzt wird. Sie enthält eine geringere Menge Levonorgestrel, was für einige Frauen besser geeignet ist.

Nova-T

Nova-T ist eine Kupferspirale, in der ein Silberkern eingebunden ist. Dieser verhindert, dass der Kupferdraht frühzeitig brechen kann. Nova-T gibt stetig eine geringe Menge an Kupfer ab, so dass die Spermien in ihrer Funktion eingeschränkt werden. Nova-T bleibt bis zu 5 Jahren eingesetzt.

Gold-Luna

Gold-Luna zählt ebenfalls zu den Kupferspiralen, die jedoch keinen Silberkern enthält, sondern einen Gold-Kupferdraht. Das Gold verringert das Infektionsrisiko weitgehend. Der Karatanteil der Gold-Luna wurde von 12 auf 18 Karat erhöht.

Einsetzen der Spiralen:

Ganz gleich welche Spirale verwendet wird, das Einsetzen sowie die Entnahme erfolgt ausschließlich durch den Frauenarzt. Das Einsetzen erfolgt am ersten Tag der Regelblutung und muss erst nach einem Zeitraum von 5 Jahren wieder entnommen werden. Besteht vorher ein Kinderwunsch, ist eine frühzeitige Entnahme möglich.